Hwang Sayeong
黃嗣永Katholizismus1775~1801
Hwang Sa-yeong (1775–1801) war ein koreanischer Katholik der späten Joseon-Zeit mit dem Taufnamen Alexius. Als 1801 die Katholikenverfolgung ausbrach, floh er nach Baeron in der Provinz Chungcheong (dem heutigen Jecheon) und verfasste dort den sogenannten „Seidenbrief" (baekseo), in dem er Bischof Gouvea in Peking über das Ausmaß der Verfolgung unterrichtete und zugleich um ein militärisches Eingreifen der Qing-Dynastie zugunsten der Glaubensfreiheit bat. Das Schreiben wurde abgefangen, bevor es zugestellt werden konnte; Hwang wurde verhaftet und durch Zerstückelung hingerichtet. Weil er um ausländische Intervention ersuchte, diente sein Brief als Vorwand zur Rechtfertigung der Katholikenverfolgung und gilt bis heute als umstrittenes Ereignis im Verhältnis von Glaube und Staat.
Wichtige Leistungen
- Wegen des 'Hwang Sayeong Seidentuch-Briefs'-Vorfalls hingerichtet, der Verfolgungen enthüllte und ausländische Eingreifen verlangte (umstritten)