
Jeoldusan-Märtyrerheiligtum
Seoul Bezirk Mapo 토정로 6 (합정동)
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Jeoldusan wurde ursprünglich Jamdubong („Seidenraupenkopf-Gipfel“) genannt, weil er dem Kopf einer Seidenraupe ähneln sollte. Im Februar 1866 fuhren französische Kriegsschiffe, die die Verfolgung der Katholiken zum Anlass nahmen, den Han-Fluss hinauf bis nach Yanghwajin und Seogang. Erzürnt darüber ließ der Regent Daewongun zahllose Katholiken an Jamdubong enthaupten. Weil dort Köpfe abgeschlagen wurden, erhielt der Ort fortan den Namen Jeoldusan („Enthauptungshügel“). Zum Gedenken an den 100. Jahrestag der Martyrien der Byeongin-Verfolgung (1866) eröffnete die katholische Kirche Koreas im Oktober 1967 eine Märtyrer-Gedenkhalle. Heute befinden sich auf der heiligen Stätte Jeoldusan eine Ausstellungshalle mit historischen Aufzeichnungen und Reliquien der katholischen Kirche Koreas, ein Reliquienraum mit den Gebeinen von 28 Heiligen, eine Wallfahrtskirche, ein Bildungszentrum über die Märtyrer sowie eine Freiluft-Ausstellungshalle. Die Märtyrerstätte Jeoldusan ist ein tief bedeutsamer heiliger Ort, an dem der Märtyrergeist der Glaubensvorfahren der katholischen Kirche Koreas, die ihren Glauben unter Einsatz ihres Lebens bezeugten, lebt und atmet.