Seongju Hyanggyo (konfuzianische Schule)
Provinz Gyeongsangbuk Landkreis Seongju 성주읍 예산2길 36-12
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Von vorne betrachtet, hat der Seongju Hyanggyo den Myeongnyundang (Vortragshalle) auf der linken und den Daeseongjeon (Hauptschreinhalle) auf der rechten Seite und folgt damit der Anordnung, bei der der Schrein links und die Schule dahinter steht. Der Daeseongjeon und der Myeongnyundang sollen im 7. Jahr von König Taejo von Joseon (1398) gegründet worden sein, als der Munmyo-Schrein in Seoul und die provinziellen Hyanggyo errichtet wurden, das genaue Datum ist jedoch unbekannt. Der Daeseongjeon des Seongju Hyanggyo gehört neben dem Munmyo-Schrein in Seoul sowie den Daeseongjeon-Hallen der Hyanggyo von Iksan und Daegu zu den seltenen Hyanggyo-Bauten des Landes, die im Stil der mehrfachen Konsolen (Dapo) errichtet wurden, und er bewahrt die Bautechniken der mittleren Joseon-Zeit gut. Besonders bemerkenswert ist, dass trotz der Dapo-Konstruktion keine Decke eingezogen wurde und dass der Innenraum trotz des Dapo-Stils sehr schlicht gestaltet wurde, um der konfuzianischen Architektur zu entsprechen. Der Myeongnyundang hat einen typischen Grundriss einer Mittelhalle mit seitlichen Räumen, mit einem Veranda-Joch an der Vorderseite und einem in der Mitte verlegten Holzboden. Der obere Teil des Ondol-Raums (Fußbodenheizung) scheint einen Dachboden als Stauraum besessen zu haben, und in der Gestaltung der Fenster und Türen sind altertümliche Formen erhalten. An der Seite des linken Ondol-Raums sind Spuren eines Türrahmens erhalten, und das Dach ist als Satteldach ausgeführt.