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Kulturerbe-Routen
Bomunsa (Seoul)
Joseon-Dynastie

Bomunsa (Seoul)

Seoul Bezirk Seongbuk 보문사길 20 (보문동3가)

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Über diesen Ort

Bomunsa, als traditioneller Tempel Seouls registriert, liegt in Bomun-dong im Bezirk Seongbuk-gu in Seoul und wurde 1115 (10. Jahr des Goryeo-Königs Yejong) vom Nationallehrer Damjin gegründet. Insbesondere beschreibt ihn das von Toegyeong Gwon Sang-ro (1879–1965) verfasste Toegyeongjeonseo—Bomunsa Ilsin Geonchukgi seit alters her als ein Nonnenkloster, in dem Bhikkhunis lebten und für den Frieden des Landes und den Wohlstand des Königshauses beteten. Die dazwischenliegende Geschichte wurde nicht überliefert, doch 2017 wurde bei der Ausbesserung des Geungnakbojeon ein Firstbalken-Dokument in einwandfreiem Zustand entdeckt, das die historischen Tatsachen bestätigte. Der Geungnakbojeon, der seine heutige Gestalt annahm, wurde 1747 (23. Jahr von Yeongjo) erstmals wiederaufgebaut, 1824 (24. Jahr von Sunjo) erstmals und 1865 (2. Jahr von Gojong) ein zweites Mal renoviert. Dem Toegyeongjeonseo zufolge errichtete der Mönch Subong Beopchong 1826 den Manseru neu, und der Mönch Jeongun baute 1827 die linke und rechte Mönchshalle. 1842 reparierte der Mönch Yeongjeon den Manseru, und 1872 renovierte der Mönch Geumhun die Mönchshallen. Mit der Entdeckung des Firstbalken-Dokuments des Geungnakbojeon zeigt sich, dass in Bomunsa seit den 1800er-Jahren ununterbrochen Bhikkhunis lebten und praktizierten, und insbesondere das Dokument aus dem 4. Jahr von Tongzhi zeigt, dass er als Tempel königlicher Stiftung mit Spenden des Königshauses der Joseon-Dynastie buddhistische Werke vollbrachte, an denen alle teilnahmen, von Nebenfrauen, Hofdamen und anderen Palastfrauen bis zum Adel und zum einfachen Volk. Bomunsa bewahrt von Seoul ausgewiesene materielle Kulturgüter wie ein königliches Sänften-Ornament und ein vom Hof verliehenes königliches Führungsbanner (Illowangbeon) sowie ein Shakyamuni-Buddha-Gemälde, ein Schutzgottheiten-Gemälde und ein Ksitigarbha-Bodhisattva-Gemälde aus der späten Joseon-Zeit, ebenso das in der frühen Joseon-Zeit angefertigte Lotos-Sutra, ein staatlich ausgewiesenes Kulturgut, und viele weitere materielle und immaterielle Kulturgüter sind erhalten.