
Okcheonam (Seoul)
Seoul Bezirk Seodaemun 홍지문길 1-38 (홍은동)
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Okcheon bezeichnet eine sehr klare Quelle. Aufzeichnungen berichten, dass das hier hervorquellende Quellwasser Heilwirkung besaß, sodass sich Kranke darum versammelten. Zudem ist im Bodogak-Pavillon von Okcheonam ein in den Fels gehauener sitzender Bodhisattva aufgestellt. Man nennt ihn auch Haesu-Gwaneum-Statue (Avalokiteshvara des Meerwassers) oder Weißer Buddha von Bodogak. „Bodo“ bedeutet hier „alle fühlenden Wesen erlösen“ und verweist auf das Gelübde des Avalokiteshvara. Daher ist Haesu Gwaneum die genaueste Bezeichnung, und es sind auch tatsächliche Aufzeichnungen überliefert. Der Name „Baekbul“ (Weißer Buddha) scheint von Aufzeichnungen ausländischer Verfasser herzurühren. Der in den Fels gehauene Bodhisattva folgt dem Stil der Felsbuddha-Statuen der Goryeo-Zeit, und die älteste Erwähnung ist die von Seong Hyeon, der ihn im Yongjae Chonghwa als „Bulam“ (Buddha-Fels) bezeichnet. Da sich seit der Silla-Zeit in dieser Gegend einflussreiche Tempel wie Janguisa, Seunggasa und Sahyeonsa befanden, scheinen Bodogak und Okcheonam unter deren Einfluss gegründet worden zu sein. Einer Legende zufolge betete Yi Seong-gye, König Taejo von Joseon, hier, als er die Hauptstadt in Hanyang festlegte; weitere Legenden besagen, dass General Gwon Yul hier während des Imjin-Krieges eine Schlacht schlug und dass die Gemahlin von Heungseon Daewongun hier für ihren Sohn, König Gojong, betete.