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Kulturerbe-Routen
Yonggang Seowon (Cheongdo)
Joseon-Dynastie

Yonggang Seowon (Cheongdo)

Provinz Gyeongsangbuk Landkreis Cheongdo 이서면 모산길 45-4

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Über diesen Ort

Der Yonggang Seowon ist eine konfuzianische Akademie, die 1780 errichtet wurde, um Gedenkriten für Park Ik (posthumer Titel Chungsuk), den erlauchten Ahnen des in Cheongdo ansässigen Miryang-Park-Clans, sowie für die Vierzehn Gerechten des Imjin-Krieges abzuhalten. In der Goryeo-Zeit bekleidete Meister Park Ik Ämter wie das eines Vize­ministers der Riten und des Junggnyeong und erwarb sich Verdienste, indem er wiederholt japanische Piraten und die Jurchen zurückschlug; als die Joseon-Dynastie gegründet wurde, lehnte er ein Amt ab, zog sich zur Abgeschiedenheit nach Dumun-dong zurück und verbrachte dort den Rest seines Lebens. Die Vierzehn Gerechten waren vierzehn Mitglieder der Miryang-Park-Familie, die während des Imjin-Krieges ein Gerechtigkeitsheer aufstellten und in Miryang, Cheongdo, Gyeongsan und andernorts stark hervortraten — allesamt Verwandte wie Väter und Söhne, Brüder und Vettern. Von ihnen wurden elf jeweils als verdiente Untertanen der ersten, zweiten und dritten Klasse des Seonmu-Wonjong-Ordens belehnt, und einer wurde während der Mandschu-Invasion von 1636 (Byeongja-Krieg) verdienter Untertan erster Klasse — ein überaus seltener Fall, der in keiner anderen Familie zu finden ist. In der Gesamtanlage der Akademie sind das äußere Dreitor, die Lehrhalle, das innere Dreitor und der Yeochungsa-Schrein auf derselben Achse angeordnet. Rechts der Lehrhalle bildet der Chungnyeolsa, der die Vierzehn Gerechten des Imjin-Krieges birgt, einen eigenen Raum. Links der Lehrhalle sind der Yonggangjae und die Küchenräume, rechts der Boindang angeordnet. Die Lehrhalle ist ein ziegelgedecktes Gebäude mit Walmgiebeldach, fünf Joche breit an der Front und anderthalb Joche tief. Ihr Grundriss ist vom Typ Mittelhalle mit Seitenräumen, um eine dreijochige offene Holzdielenhalle (Daecheong) angeordnet, flankiert von je einem beheizten Ondol-Zimmer; an der Front ist eine halbjochige Verandadiele (Twetgan) angebracht. Gleich außerhalb der Mauer, am rechten Eingang, steht in einem eigenen, von einer quadratischen Erd-Stein-Mauer umgebenen Bereich der Stelenpavillon des Grabmals der Vierzehn Gerechten. Dieses Grabmal der Vierzehn Gerechten wurde im 13. Jahr von König Gojong (1876) errichtet und schildert die Umstände des Imjin-Krieges ausführlich. Die vaterländische Treue, die der Miryang-Park-Clan in der Stunde nationaler Not zeigte, dient den nachfolgenden Generationen als Vorbild.