
Gumi Seonsan Hyanggyo
Provinz Gyeongsangbuk Stadt Gumi 선산읍 교리2안길 24-35
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Ein Hyanggyo war eine staatliche Bildungseinrichtung, die in der Zeit der Verehrung des Konfuzianismus in jeder Provinz eingerichtet wurde. Das Gumi Seonsan Hyanggyo soll zu Beginn der Joseon-Zeit erstmals errichtet worden sein, doch die damaligen Gebäude brannten während der japanischen Invasion von 1592 (Imjin-Krieg) nieder. Später ließ Kim Yong, der Magistrat von Seonsan, im 33. Regierungsjahr des Königs Seonjo (1600) das Daeseongjeon (Große Halle der Vollendung), das Dongjae (Ostwohnhaus) und das Seojae (Westwohnhaus) errichten; im 1. Regierungsjahr des Königs Injo (1623) ließ Sim Ryun, der Magistrat von Seonsan, das Myeongnyundang (Lehrhalle) sowie das Ost- und Westwohnhaus neu errichten. Die Gebäude folgen der Anordnung 'Jeonhak-humyo' (Lernen vorn, Schrein hinten): Das Myeongnyundang, der Raum zum Lehren und Lernen, steht vorn, während das Daeseongjeon, der Raum zur Verehrung der Gedenktafeln konfuzianischer Weiser und zur Durchführung der Rituale, hinten steht. Das Cheongaru, zugleich Ort des Studierens und der Erholung, ist ein Pavillon mit einem ungewöhnlichen U-förmigen (dreiseitigen) Grundriss: Seine Vorderseite ist zweistöckig, während seine Rückseite mit dem Hof des Myeongnyundang verbunden ist.