
Muwonseowon
Provinz Gyeongsangbuk Stadt Yeongcheon 신녕면 치산효령로 152-26
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Muwonseowon ist eine konfuzianische Akademie, in der die Porträts von Ha Yeon, der unter dem Höflichkeitsnamen Gyeongjae und dem posthumen Titel Munhyogong bekannt ist, zusammen mit denen seiner Ehefrau, Lady Yi aus dem Seongju-Klan, aufbewahrt werden. Die Akademie wurde 1630 (im 8. Jahr von König Injo) von den konfuzianischen Gelehrten von Yeongcheon gegründet, jedoch 1868 aufgrund des von Heungseon Daewongun erlassenen Dekrets zur Abschaffung der Akademien abgerissen und vor etwa 70 Jahren wiederhergestellt. Sie folgt der Anordnung „Lehrhalle vorn, Schrein hinten“, mit der Vortragshalle im Vordergrund und dem Schrein im Hintergrund. Der Schrein ist ein Gebäude mit Giebeldach und doppeltem Dachvorsprung, 3 Gefache breit an der Front und 1 Gefach an der Seite. Die Vortragshalle ist ein Gebäude im schlichten Stil (Mindori) mit Krüppelwalmdach und einfachem Dachvorsprung, 4 Gefache breit an der Front und 2 Gefache an der Seite. Sie hat den üblichen Grundriss: eine Halle mit Holzboden in den 2 mittleren Gefachen und Räume zu beiden Seiten. Die Vortragshalle und der Schrein besitzen jeweils eine eigene Mauer, die getrennte Bezirke bildet; vor dem Bereich der Vortragshalle sind das Ost- und das Westwohngebäude in einem gesondert angelegten Abschnitt untergebracht. Vor dem Ost- und Westwohngebäude steht ein äußeres Dreitor. Diese, 3 Gefache breit an der Front und 1 Gefach an der Seite, haben ein Walmdach, einen einfachen Dachvorsprung und den schlichten Stil. Von den heute erhaltenen Bauten besteht Muwonseowon aus fünf Gebäuden: dem Schrein Sukcheonggak, der Vortragshalle, dem Ostwohngebäude, dem Westwohngebäude und dem Torgebäude. Das Westwohngebäude wurde der Bequemlichkeit halber in eine Konstruktion mit erhöhtem Boden umgebaut, damit ein Verwalter dort wohnen konnte. Obwohl Muwonseowon mit Schrein, Vortragshalle, Ost- und Westwohngebäude sowie innerem und äußerem Dreitor alle formalen Merkmale einer Akademie aufweist, ist die Methode, allein die Vortragshalle als eigenen Raum anzulegen, nicht üblich.