
Bonghwa Samgye Seowon
Provinz Gyeongsangbuk Landkreis Bonghwa 봉화읍 생기마1길 24
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Samgye Seowon, die auf der rechten Seite des Zugangs liegt, der einst zum Dorf Daksil hinaufführte, soll 1588 (im 21. Jahr von König Seonjo) von Kim U-ong, dem damaligen Magistrat von Andong, errichtet worden sein, um die Gelehrsamkeit und das tugendhafte Wirken von Chungjae Gwon Beol (1478–1548) zu ehren, einem bedeutenden Beamten der Regierungszeit von König Jungjong der Joseon-Zeit. Gwon Beol wurde 1496 (im 2. Jahr von Yeonsangun) jinsa (Lizenziat) und bestand 1507 (im 2. Jahr von König Jungjong) die höhere Beamtenprüfung, wobei er verschiedene Ämter bekleidete. 1547 (im 2. Jahr von König Myeongjong) wurde er in die Wandplakat-Affäre der Station Yangjae verwickelt und nach Sakju in Pyeongan-do verbannt, wo er im folgenden Jahr starb. 1601 (im 31. Jahr von König Seonjo) benannte Jeong Gu (Hangang) den Schrein Chungjeonggongsa, die Halle Jeongildang, die Ostkammer Samusa, die Westkammer Mulbulgyeong, das Haupttor Hwanseongmun und den Torpavillon Gwanmullu. 1660 (im 1. Jahr von König Hyeonjong) erhielt sie als Samgye Seowon eine königliche Charta. Infolge des Erlasses von 1868 (im 5. Jahr von König Gojong) zur Abschaffung der Seowon wurden Chungjeonggongsa, Hwanseongmun und Gwanmullu abgerissen und 1951 wiederhergestellt. Die Akademie folgt der Anordnung jeonhak-humyo, bei der der Lernraum vorne und der Schrein für die Ahnenriten hinten liegt. Der Zugang erfolgt durch Hwanseongmun, das unter dem mehrstöckigen Gwanmullu an der Vorderseite angelegt ist; tritt man durch das Tor, steht die Lehrhalle voraus, mit der Ost- und Westkammer links und rechts an der Front. Umrundet man die Halle nach rechts, findet man den rituellen Schrein (Chungjeonggongsa), einen durch eine Lehmmauer abgetrennten Raum; links von der Westkammer steht ein Verwalterhaus mit Torbau. Vorne rechts von der Ostkammer stehen eine sindobi-Stele und ihr Steinpavillon, die 1906 von der konfuzianischen Gemeinschaft errichtet worden sein sollen, und links der Akademie liegt ein Verwalterhaus. Bonghwa Samgye Seowon besitzt eine wohlgeordnete jeonhak-humyo-Anordnung, und ihre räumliche Hierarchie ist bemerkenswert. Zwar sind Gwanmullu und der Schrein wiederhergestellte Gebäude, die ihr ursprüngliches Aussehen nicht bewahrt haben, doch in der Ost- und Westkammer lässt sich die einstige Gestalt zumindest teilweise wiederfinden. Zudem gilt sie als wertvolle Quelle, wenn man die mit dem Dorf Daksil verbundene Lage von Samgye Seowon und die biografische Bedeutung des Meisters Chungjae zusammen betrachtet.