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Ehemaliges Yongsan-Seminar und Kirche des Heiligsten Herzens Jesu an der Wonhyo-ro
Vereintes Silla und Balhae

Ehemaliges Yongsan-Seminar und Kirche des Heiligsten Herzens Jesu an der Wonhyo-ro

49 Wonhyoro 19-gil, Wonhyo-ro 4-ga, Yongsan-gu, Seoul

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Über diesen Ort

Das Priesterseminar von Yongsan wurde 1892 und die Herz-Jesu-Kirche in Wonhyo-ro 1902 errichtet; beide Gebäude wurden vom französischen Pater Coste entworfen und beaufsichtigt. Das Priesterseminar von Yongsan ist ein Backsteingebäude mit einem halb versenkten Untergeschoss und zwei Obergeschossen und ist das erste Seminargebäude Koreas; in der Mitte liegen der Eingang und der Zugang zum Untergeschoss, zu beiden Seiten führen Treppen zum Eingang des Erdgeschosses. Das Seminar wurde in das heutige Viertel Hyehwa-dong verlegt; das noch bestehende Gebäude diente als Zweigstelle des Marienkrankenhauses und wird seit 1956 von der Kongregation der Schwestern vom Heiligen Herzen übernommen und genutzt; ein Teil des ursprünglichen Baus wurde erweitert, doch im Wesentlichen hat es sein ursprüngliches Aussehen bewahrt. Da die Herz-Jesu-Kirche in Wonhyo-ro an einem Hang errichtet wurde, ist sie am südlichen Fuß des Hügels dreigeschossig und auf der gegenüberliegenden Nordseite zweigeschossig. Der hauptsächlich genutzte Eingang liegt nicht in der Mitte, sondern zu einer Seite hin versetzt, wodurch das Gebäude ein asymmetrisches Erscheinungsbild erhält. Das Innere ist eine schlichte Kirchenform mit nur Altar und Kirchenbänken, doch die Spitzbogenfenster und das kleine spitze Türmchen auf dem Dach ergeben insgesamt ein vereinfachtes neogotisches Erscheinungsbild. Besonders sieht man in dem Augenblick, in dem man die Kirche betritt, das zentrale Buntglasfenster (Glasmalerei), dessen überaus schöne und erhabene Darstellung zeigt, wie sich die Liebe des Heiligsten Herzens Jesu in alle Richtungen ausbreitet; es gilt auch als unverzichtbare Station einer Pilgerreise zur sakralen Kunst. Zudem hat vor über zehn Jahren der Glasmaler Bruder Marco (Frankreich) auch an den Seitenwänden und an der Rückseite des Obergeschosses zarte Glasmalereien angebracht, sodass sich in der gesamten Kirche ein geheimnisvolles Schauspiel entfaltet, bei dem sich die Farben je nach Lauf der Sonne von Stunde zu Stunde verändern. Vor allem sind beide Gebäude als Heilige Stätten der katholischen Kirche eingetragen. Da hier die sterblichen Überreste von Pater Kim Dae-geon über fünfzig Jahre lang aufbewahrt wurden und sich an diesem Ort ein Kleines Seminar zur Ausbildung von Priestern befand, kommen jedes Jahr zahlreiche Pilger hierher.