Baengnyeonsa (Seodaemun)
Seoul Bezirk Seodaemun 백련사길 170-43 (홍은동)
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Baengnyeonsa, ein tausend Jahre alter Tempel am Fuße des Berges Baengnyeonsan in Seodaemun, wurde 747, im 6. Jahr des Silla-Königs Gyeongdeok, vom Mönch Jinpyo gegründet. Damals hieß er Jeongtosa und wurde im ersten Jahr des Joseon-Königs Jeongjong in Baengnyeonsa umbenannt. Jeongjong, der zweite König von Joseon, hielt sich hier zur Genesung auf, nachdem er den Thron an König Taejong abgegeben hatte. Es heißt, Prinzessin Uisuk, die Tochter des Joseon-Königs Sejo, habe im Alter von zwanzig Jahren ihren Mann verloren und, umherwandernd, um ihren Kummer zu lindern, hier einen Kalopanax-Baum erblickt und den wahren Sinn des Lebens erkannt. Danach wurde der Tempel als ihr Votivschrein bestimmt und in Baengnyeonsa umbenannt. Einer anderen Überlieferung zufolge nannte man ihn, weil er von Gyeongbokgung aus im Westen lag, Seobangjeong oder Jeongtosa, doch an einem Sommertag erblühten plötzlich weiße Lotusblüten im Teich, und so wurde der Name in Baengnyeonsa (Weißer-Lotus-Tempel) geändert. Während der japanischen Invasionen von 1592 unter König Seonjo brannte er nieder, wurde aber sogleich wieder aufgebaut und danach mehrfach erneuert. Zum Tempel gehören der 1965 fertiggestellte Geungnakjeon, der Muryangsujeon mit einem Amitabha-Buddha und der Wontongjeon mit Avalokiteshvara sowie der Yaksajeon, der Gwaneumjeon, der Myeongbujeon, der Samseonggak, der Dokseonggak, der Glockenpavillon und der Haetallu, und er bewahrt eine Statue des Mönchs Jeongpodae und eine Statue des Avalokiteshvara des Reinen Landes.