
Chehwajeong-Pavillon, Andong
Provinz Gyeongsangbuk Stadt Andong 풍산읍 풍산태사로 1123-10
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Das Chehwajeong ist ein Pavillon, den Yi Min-jeok, ein Gelehrter der späten Joseon-Zeit, 1761 errichtete. Im Namen des Pavillons ist „chehwa" eine Kurzform von „sangchejihwa", was brüderliche Liebe und Eintracht unter Geschwistern bedeutet; die Wendung soll dem Buch der Lieder (Shijing) entstammen. In seinen späten Jahren lebte Yi Min-jeok hier mit seinem ältesten Bruder Yi Min-jeong und vertiefte ihre brüderliche Verbundenheit. Um einen Ondol-Raum (mit Fußbodenheizung) angeordnet, verfügt er zu beiden Seiten über holzdielenbelegte Räume, mit einer Veranda und einem Geländer an der Vorderseite. Zwischen dem Ondol-Raum und den seitlichen Dielenräumen wurden hochklappbare Türen eingebaut, um den Raum vergrößern zu können. Er war so entworfen, dass durch das Hochklappen der Türen des mittleren Ondol-Raums das gesamte Innere vollständig geöffnet werden konnte. In der Mitte der Türen des Ondol-Raums wurde zusätzlich ein kleines Fenster namens „nunkkopjaegi-chang" eingesetzt, um nach draußen blicken zu können, ohne die Tür zu öffnen. Die an der Vorderseite hängende Tafel schrieb Yu Jeong-won, ein Gelehrter aus Andong, der Lehrer des Kronprinzen Sado gewesen war. Im Inneren des Pavillons hängt eine Tafel mit der Aufschrift „Damnakjae", geschrieben von Kim Hong-do, einem der größten Maler und Kalligrafen Joseons. Sie vermittelt den Gedanken, dass man seiner Pflicht gegenüber den Eltern nur dann wahrhaft gerecht werden kann, wenn die brüderliche Zuneigung fest ist. Vor dem Chehwajeong wurde ein quadratischer Teich angelegt, und in dessen Mitte wurden drei runde Inseln aufgeschüttet. Dies stellt die traditionelle ostasiatische Kosmologie dar, wonach „der Himmel rund und die Erde eckig" ist, und die drei Inseln symbolisieren die Drei Heiligen Berge, auf denen der Überlieferung nach die Unsterblichen wohnen. Die Grundrissform des Chehwajeong und die eigenwillige Anordnung seiner Türen und Fenster harmonieren mit dem Teich und machen es zu einer wertvollen Quelle für die Erforschung der traditionellen Gartenkunst.