
Dongnakseowon
Provinz Gyeongsangbuk Stadt Gumi 임수동
Auf Karte öffnenÜber diesen Ort
Das Dongnakseowon ist eine konfuzianische Akademie, die die Geistestafel von Yeoheon Jang Hyeon-gwang, einem Gelehrten aus der Regierungszeit von König Injo der Joseon-Dynastie, birgt, um sein Wissen und sein tugendhaftes Wirken zu ehren; sie steht auf einem Hügel am Fluss Nakdong. Jang Hyeon-gwang war ein Zivilbeamter, der unter König Injo als Uchamchan des Staatsrats (Uijeongbu) diente. Er widmete sich der Gelehrsamkeit und der Ausbildung jüngerer Gelehrter, und es ist überliefert, dass er während des Byeongja-Krieges von 1636 ein gerechtes Heer aushob und Militärproviant sammelte, um ihn an die Front zu senden. Der Name Dongnak bedeutet „das Irak des Ostens“: So wie Irak ein Symbol des Neokonfuzianismus von Zhu Xi war, drückt der Name den Wunsch aus, das Dongnakseowon möge zur Quelle und zum Symbol des Joseon-Neokonfuzianismus werden. Als der Meister starb, errichteten seine Schüler 1655 an der Bujiam-jeongsa, wo er gelehrt hatte, einen Schrein und schufen so die Gestalt einer Akademie; sie stellten seine Tafel auf und benannten sie in Bujiam Seowon um. 1676 erhielt sie vom Staat eine königliche Namenstafel und wurde zu einer mit königlicher Urkunde ausgezeichneten Akademie. 1871 wurde sie infolge des Erlasses des Regenten Heungseon Daewongun zur Abschaffung der Seowon abgerissen; 1932 wurde ihr Schrein wiederhergestellt, und 1971 wurden alle ihre Gebäude in ihrer heutigen Gestalt neu errichtet. Zu den Gebäuden des Bezirks gehören der Schrein Gyeongdeokmyo, die Lehrhalle Jungjeongdang, das Ostwohnhaus Yunhoejae, das Westwohnhaus Geunjipjae und das äußere dreijochige Tor Jundomun. Von diesen besitzt das Jungjeongdang in der Mitte eine Halle mit Holzboden, flankiert von Räumen zu beiden Seiten, und diese Halle soll als Versammlungsort gedient haben. Unmittelbar vor dem Tor Jundomun steht ein über 400 Jahre alter Ginkgobaum; er soll von Jang Hyeon-gwang selbst gepflanzt worden sein und ist als Schutzbaum ausgewiesen.