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Kulturerbe-Routen
Felsrelief-Buddha-Gruppe Tapgok, Namsan, Gyeongju
Vereintes Silla und Balhae

Felsrelief-Buddha-Gruppe Tapgok, Namsan, Gyeongju

36 Tapgolgil, Baeban-dong, Gyeongju-si, Gyeongsangbuk-do

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Über diesen Ort

Dieser Bereich am Berg Namsan in Gyeongju war zur Zeit des Vereinten Silla der Standort eines Tempels namens Sininsa. Auf dem großen Felsen im Süden sind Spuren eines Holzgebäudes erhalten, und die verstreuten Fragmente steinerner Pagoden zeigen, dass hier ein nach Süden ausgerichteter Tempel betrieben wurde, dessen Hauptbildnis der Buddha auf der Südseite war. Auf einem riesigen rechteckigen Felsen von nicht weniger als 9 m sind zahlreiche Buddhas malerisch dargestellt. Die Südseite des Felsens zeigt eine Triade und einen eigenständigen Bodhisattva, und die Ostseite stellt ebenfalls Buddhas, Bodhisattvas, Mönche und Apsaras dar. Buddhas und Bodhisattvas besitzen alle einen mit Lotosmustern verzierten Sockel und einen Nimbus, der das vom ganzen Körper ausgehende Licht darstellt, jeweils mit unterschiedlicher Haltung und Miene. Die Apsaras fliegen am Himmel und die Mönche befinden sich in der Haltung der Darbringung an Buddhas und Bodhisattvas, doch alle sind so stark verwittert, dass sich die genaue Technik der Skulptur nicht erkennen lässt. Die Westseite des Felsens weist zwei Bodhi-Bäume auf — den Baum, unter dem Shakyamuni gesessen und die Erleuchtung erlangt haben soll — sowie ein Tathagata-Bildnis. Dass auf einer einzigen Felsseite so vielfältige Motive — Buddhas, Apsaras, Bodhisattvas, Mönche, Pagoden — mit solcher Hingabe gemeißelt wurden, zeigt deutlich die Absicht des Handwerkers, die buddhistische Welt so darzustellen, wie er sie im Sinn hatte. Der Skulpturenstil ist stark schematisiert, doch prachtvolle Skulpturen malerisch angeordnet zu zeigen, ist in unserem Land ein einzigartiger Fall.