
Lehrhalle von Sayang Seodang
Provinz Gyeongsangbuk Landkreis Chilgok 지천면 신동서원길 15-10
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Die Lehrhalle von Sayang Seodang war ursprünglich eine konfuzianische Akademie der Joseon-Dynastie. 1651 (im 2. Jahr von König Hyojong) in Sasu-dong gegründet, wo der konfuzianische Gelehrte Hangang Jeong Gu (1543–1620) sein ganzes Leben dem Studium gewidmet hatte, wurde sie 1694 (im 20. Jahr von König Sukjong) in das Dorf Seommachon in Sin-ri, Gemeinde Jicheon, verlegt, wo Meister Hangang als Hauptfigur verehrt, Seokdam Yi Yun-u ihm beigeordnet und Songam Yi Won-gyeong in einem gesonderten Schrein untergebracht wurde. Zur Zeit ihrer Gründung gab es außer der Lehrhalle ein Schreingebäude, eine Halle, den Pyeomuje, den Jeongwanjae, das Bongha-Tor, den Yanghyeoncheong, ein Lagerhaus und anderes, doch wurden sie durch den Erlass zur Abschaffung der Akademien von 1868 (5. Jahr von König Gojong) abgerissen, und heute bleiben nur die Lehrhalle Gyeonghoedang, das erhöhte Tor (soseul daemun) und der Abort erhalten. Die Lehrhalle Gyeonghoedang ist als Kulturgutmaterial der Provinz Gyeongsangbuk-do ausgewiesen. In der Lehrhalle von Sayang Seodang sind auf ebenem, quadratischem Grund die Lehrhalle und das erhöhte Tor in ausgerichteter Anordnung (in Form des Zeichens 二) angelegt und von einer Erdmauer umgeben. Die Lehrhalle Gyeonghoedang ist ein in der Spät-Joseon-Zeit errichtetes Gebäude im Ikgong-Konsolenstil, fünf Joche breit an der Front und anderthalb Joche tief. Ihr Grundriss stellt eine breite dreijochige Halle (Daecheong) ins Zentrum, mit beheizten Ondol-Zimmern zu beiden Seiten. Vor der Halle und den Ondol-Zimmern ist eine offene, halbjochbreite Verandadiele (Twenmaru) angelegt. Das Dach ist ein Giebeldach mit Ziegeln koreanischer Art. Das erhöhte Tor ist fünf Joche breit an der Front und ein Joch tief, wobei das Dach des mittleren Tordurchgangs als erhöhtes Dach errichtet wurde.