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Myeongdong-Kathedrale, Seoul
Joseon-Dynastie

Myeongdong-Kathedrale, Seoul

Seoul Bezirk Jung 명동길 74

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Über diesen Ort

Die Myeongdong-Kathedrale, die Kathedrale des Erzbistums Seoul, ist der Ort, an dem die Gemeinschaft der katholischen Kirche Koreas zum ersten Mal entstand, und sie ist die repräsentative heilige Stätte des koreanischen Katholizismus, die die Gebeine der Märtyrerheiligen birgt. Sie liegt in Myeongdong 2-ga, Bezirk Jung, Seoul. Sie ist die erste große katholische Kirche im gotischen Stil, die auf der koreanischen Halbinsel errichtet wurde, und die erste Pfarrkirche Koreas (eine Kirche, in der ein Priester wohnt und Seelsorge ausübt). Am 22. November 1977 wurde sie zur historischen Stätte der Republik Korea erklärt. Die Krypta ist eine heilige Stätte, in der die Gebeine von Märtyrern wie Bischof Imbert, Pater Maubant und Pater Chastan bestattet sind. Am 10. September 1900 wurden die Gebeine von Märtyrern der Byeongin-Verfolgung, darunter Bischof Berneux, vom Priesterseminar Yongsan in die Krypta der Kathedrale überführt, später jedoch an ihre Herkunftsorte gebracht; 1926 wurden die Gebeine von 79 Märtyrern der Gihae- und Byeongo-Verfolgungen in der Krypta beigesetzt, und später wurde im linken Kreuzgang der Kathedrale ein Altar der Seligen errichtet und die heiligen Bilder der 79 dort verehrt. Während des Krieges 1950 wurde die Kathedrale von der nordkoreanischen Armee besetzt, und die in der Krypta beigesetzten Gebeine der Märtyrer wurden sogar beschädigt. Im Verlauf der Zeit der Militärherrschaft wurde sie auch als Zentrum des Kampfes für die Demokratie wahrgenommen. 1991 wurden die verfallenen Gebeine umhüllt, die korrodierten Bleisärge und dergleichen neu angefertigt, und nachdem die Gebeine in Steinsärgen beigesetzt und versiegelt worden waren, wurden sie in einer neu und sauber hergerichteten Grabkammer beigesetzt; abgeschlossen wurde das Werk durch das Aufstellen von Steintafeln mit Grabinschriften. Der Eingang zum Grabbereich wurde umgebaut und mit Glastüren versehen, damit Pilger jederzeit ihre Andacht verrichten können. An Wochentagen und am Wochenende finden Messen und Beichten statt. Auch Nichtgläubige können teilnehmen, und zur Weihnachtszeit spürt man inmitten des prächtigen Straßenschmucks ringsum eine andächtige Atmosphäre.